Die wichtigste Währung der Zukunft: Empathie
Rubrik _Inspiration und Wissenswertes

Die wichtigste Währung der Zukunft: Empathie

Immer mehr unserer Lebensbereiche werden durch die von uns Menschen selbst erschaffenen Maschinenwelten übernommen. Technologische Umbrüche durch Digitalisierung, sowie die Vernetzung und Beschleunigung der Kommunikation bringen Veränderungen mit sich – und ständig werden neue Beschleuniger installiert. Das Tempo ist rasant, offene Fragen gibt es viele und eines ist jetzt schon fix: auch in Zukunft bleibt alles anders.

Die gesellschaftliche Relevanz der Digitalisierung stand auch auf der diesjährigen re:publica in Berlin im Mittelpunkt. Jene Netzkonferenz, welche längst zu einer der größten und wichtigsten zählt, wenn es darum geht, digitale Themen zu diskutieren. Unter dem Motto „POP – Power of People” wurde deutlich, dass uns der technische Fortschritt undemokratisch trifft und Veränderungen nicht durch Technologien, sondern durch soziale Strukturen entstehen. Es liegt an uns Menschen, wie verantwortungsvoll wir mit unserer Zukunft und dem Einsatz neuer Technologien umgehen.

Auch das Denkbild der Filterblase wurde auf den Kopf gestellt. Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen bezeichnet die Filterblase als ein Symptom unseres Informationsverhaltens, welches sich nicht nur auf die digitale Welt beschränkt, sondern sich darauf bezieht, wie und womit wir uns generell auseinandersetzen (wollen). Sowohl im digitalen, wie auch im realen Leben. Wer nur sieht, was er sehen will, verkleinert stetig seinen eigenen Handlungsspielraum. Wer aber offen und neugierig auch auf Themen außerhalb seiner Komfortzone zugeht, versteht nicht nur besser, sondern entwickelt sich auch konstant weiter. Unbequem? Notwendig.


„Das einzig Wichtige ist die Intuition.”
(Albert Einstein)

Soft Skills werden in Zukunft immer wichtiger. Maschinen können unbestritten schneller und besser rechnen als wir, aber in der Gefühlswelt sind sie uns einfach unterlegen. Wer smart ist, schärft seine Sinne und ist so in der Lage, sich in sein Gegenüber besser hineinzuversetzen und das Verhalten des Anderen verstehen zu können. Dies erfordert allerdings Geduld und Achtsamkeit. Leider haben durch die Nutzung neuer Technologien unsere Gefühlswelten und die Dauer unserer konzentrierten Aufmerksamkeit bereits begonnen, sich zu verändern. Geben wir besser Acht, unsere Empathie nicht zu verlieren. Denn, um diese zurückzugewinnen, muss man erst wieder lernen, sich auf ausgedehnte Umwege ohne Abkürzungen einzulassen, um darauf die notwendigen eigenen Erfahrungen sammeln zu können. Ohne Mut zur Selbstreflexion funktioniert das aber alles nicht.

Oder haben Sie sich bereits ein solch dickes Fell zugelegt, durch das Ihnen ohnehin nichts mehr unter die Haut geht? Besonders Führungskräfte sollten hier hellhörig werden. Wer aufrichtig ist, authentisch bleibt und es versteht, sich in seine Mitarbeiter hineinzuversetzen, wird nachhaltig begeistern und die besten im Team halten können. Mit fehlender Empathie wird das dauerhaft schwer umzusetzen sein. Wer glaubt, ohnehin alles schnell zu verstehen oder von vornherein denkt, zu wissen wie’s läuft, unterliegt oft dem größten Irrglauben. Besser, man glaubt nicht immer einfach alles, was man denkt.

Politik, Wirtschaft, Unternehmen, Marken … jeder Einzelne von uns trägt seinen Teil dazu bei, in welche Richtung sich unsere gemeinsame Zukunft entwickelt.


„Optimismus ist eine Strategie für eine bessere Zukunft. Wenn Sie nicht glauben, dass die Zukunft besser sein kann, ist es unwahrscheinlich, dass Sie sich dafür einsetzen und Verantwortung übernehmen.”
(Noah Chomsky)

Bleiben wir optimistisch, seien wir mutig und vor allem – was zur hohen Kunst in wirtschaftlichen Systemen zählt – bleiben wir menschlich.

 

 

Claudia Gilhofer /// The Experience Creator
Inspirator / Creative Director / Brand & Business Coach

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Interessierte finden die Vorträge der re:publica 2018 unter diesem Link zur Ansicht: 
https://www.youtube.com/channel/UC2p_as5NqbGc9jaSQFsBT-g

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